sapper
Hersteller: Knoll International
Entwurf: Richard Sapper 1979
Seinen hohen Komfort sieht man ihm sofort an. Offensichtlich ist es Richard Sapper gelungen, den nach ihm benannten Bürostuhl prägnant auf die Zielgruppe zuzuschneiden: die Vorstandsetage. Die Assoziation zu komfortablen Autositzen, in denen genau diese Klientel Platz zu nehmen gewohnt ist, dürfte dabei kein Zufall sein. Sapper, der seine Karriere bei Mercedes Benz begann, hat sich offensichtlich an dem dort gepflegten Standard orientiert – und das keineswegs nur aus Statusgründen. Autositze gehörten, was die Sitzergonomie anbelangt, lange zum Besten vom Besten. Metall, Kunststoff, Kunstgewebe. Auch die Materialkombination kennen wir aus modernen Limousinen. Der Sapper-Stuhl hat einen Rahmen und ein Untergestell aus Aluminium, einen stahlverstärkten Rücken, Armlehnen aus Plastisol und eine Sitzschale aus gummibeschichtetem Nylongewebe. Das flache Sitzpolster ist an drei Stellen, nämlich Kopf, Gesäß und Kniekehle, in relativ großen Radien gebogen. Sein flaches Profil wird durch die parallele Steppung noch unterstrichen. Der vordere Bogen wird von der Armlehne stilsicher nachvollzogen. Ein kleines, aber sofort ins Auge stechendes Detail, das zum Erkennungszeichen wurde, ist der rote Regulierhebel, mit dem ergonomische Funktionen gesteuert werden.


