Polstergruppe Conseta, Entwurf Fridrich Wilhelm Möller 1964, Hersteller COR

conseta

Hersteller: COR

Entwurf: Friedrich Wilhelm Möller 1964

 

 

Wer das aktuelle Conseta-Programm mit den ursprünglichen Modellen aus den 60er Jahren vergleicht, muss schon genau hinschauen, um die Übereinstimmungen zu erkennen. Wie bei einem Automodell, das sich von Generation zu Generation verändert, hat sich auch diese Polstergruppe, die bereits über vier Jahrzehnte angeboten wird, der aktuellen Ästhetik angepasst. Als auffälligstes Detail haben die zu Kufen geformten Metallbänder überdauert, allerdings als eine von sieben Fußvarianten. Geblieben ist auch die strenge Geradlinigkeit, die die Polsterelemente wie Teile eines Baukastens wirken lässt. Es war nicht das erste modulare Polstersystem. Ein Vorbild war v. a. das Modular Seating System des Amerikaners George Nelson aus dem Jahr 1955, dessen Grundgedanken COR 1959 mit Quinta erstmals umsetzte. Conseta hatte eine nochmals erheblich gesteigerte Variationsbreite. Fünf verschiedene Sesseltypen, kombiniert zu Zweier- und Dreiersofas, ergeben Sitzbreiten zwischen 60 und 240 Zentimeter. Die Eck- und Abschlusselemente, durch die sich das Sitzsystem praktisch in jeden Raum einfügen lässt, sind heute Standard. Es war nicht weniger als die Erfindung der Couchecke, die sich in Symbiose mit dem Fernseher zu einem neuen Wohnmittelpunkt entwickelte (eine Entwicklung, der Rolf Benz im selben Jahr mit dem Programm Addiform nachkam). Von diesem VW-Golf unter den Polstermöbeln wurden bis heute weit über eine halbe Million Elemente verkauft.