Regal Softline, Entwurf Otto Zapf 1971, Hersteller Zapf

softline

Hersteller: Zapf

Entwurf: Otto Zapf 1971

 

 

Von Otto Zapf, der u. a. zusammen mit Niels Vitsoe Produktion und Vertrieb für die Möbel von Dieter Rams aufbaute, stammen zahlreiche wegweisende Entwürfe, die er zum großen Teil selbst produzierte. Dazu gehört das um 1970 entstandene modulare Softline-Programm. Flexible Materialien und deren Verbindung durch Druckknöpfe waren charakteristisch für diese Möbelserie, die Regale, Schränke, Tische, Sitzmöbel und Betten umfasste. Als der stark dem Systemgedanken und den humanitären Ideen verpflichtete Möbelreformer Anfang der 70er Jahre ein Bürosystem für die amerikanische Firma Knoll entwickelte, setzte er hier an. Das daraufhin entstandene, ungemein erfolgreiche und nach ihm benannte Programm basierte auf dem Grundgedanken des »Human Touch«. Innerhalb eines Jahres hatte Zapf stabile, austauschbare Teile entwickelt, aus denen sich ein offenes und jederzeit veränderbares Büro zusammenstellen ließ. Hauptelemente waren mit textiler Oberfläche versehene Wandplatten unterschiedlicher Größe, die Lärm schluckten und weich wirkten. Diesen Eindruck unterstrichen die abgerundeten Kanten. Aus den Trennelementen entstanden abgeschirmte Arbeitsplätze: das Büro im Büro. Konzentrationsfördernde optische Ruhe wurde durch den Verzicht auf Griffe erreicht. Die Verbindung von Einfachheit, hohem Nutzen und hochwertigen Materialien erwies sich als starker Anreiz für die kapitalstarke Kundschaft. Dies war Knolls Einstieg in die Welt der Systemmöbel.