garten-ei
Hersteller: ehemals Reuter, heute Ghyczy
Entwurf: Peter Ghyczy
In den 60er Jahren wurden Stuhl und Sessel neu erfunden, nicht zuletzt mit Hilfe der neuen Kunststoffe. Der Beitrag des gebürtigen Ungarn Peter Ghyczy war ein Gartenmöbel, wie man es tatsächlich bis dahin noch nicht gekannt hatte. Die runde Form, sowohl von oben wie von der Seite eine Ellipse, entbehrt in ihrer Geschlossenheit sämtliche Merkmale eines herkömmlichen Sessels. Das so genannte Garten-Ei, mit etwa 70 Zentimeter Durchmesser und 14 Kilogramm noch ein Leichtgewicht, dürfte trotz seines berühmt gewordenen Spitznamens die Zeitgenossen wohl ebenso an eine Raumkapsel erinnert haben. Es ähnelte einer anderen futuristischen Sitzgelegenheit, dem ein Jahr zuvor herausgekommenen Sessel Pastilli des Finnen Eero Aarnio (heute bei Adelta). Ghyczys bestechende Idee war die integrierte Klappe, die hochgestellt als Rücklehne fungiert und in geschlossenem Zustand das Kissen schützt. Seit ein paar Jahren wird der bequeme, 45 Zentimeter niedrige Gartensessel in limitierter Auflage wieder von Ghyczy selber produziert, mit besserer Dichtung und weiteren Extras wie z. B. einer 360-Grad-Drehscheibe. In der Hochglanzversion ist praktisch jeder Farbwunsch erfüllbar.


