Rolltisch Sax, Entwuf Christoph Böninger 1999, Hersteller ClassiCon

sax

Hersteller: ClassiCon

Entwurf: Christoph Böninger 1999

 

 

Es ist ein Tisch, sagt die viereckige Platte. Aber bereits auf den zweiten Blick wird klar, dass sich der Entwurf so eindeutig gar nicht zuordnen lässt. Beistelltisch oder Servierwagen? Er ist beides. Und genau darin liegt die Besonderheit. Ebenso mobile Vorgänger sind Herbert Hirches fahrbarer Barwagen (1956), aber auch Glen Oliver Löws Klapptisch Battista (1991), die allerdings nur eine Höhe bieten. Dem Thema höhenverstellbarer Tisch wurden hier neue Seiten abgewonnen. Christoph Böningers Sax ist eine konstruktive Meisterleistung und darin Ginbandes Tabula Rasa (1985) ähnlich, da beide ihren ausgetüftelten Unterbau offen darbieten und mit Klapp-, Scheren- und Schiebetechnik arbeiten. Der Sax-Mechanismus funktioniert folgendermaßen: Die an mobilen Elementen befestigten Tischbeine können entlang der Unterseite der Tischkante hin- und herbewegt werden. Je nach Höhe ergibt sich so durch die veränderten Winkel eine andere Geometrie des Gestells. Der Diener verändert seine Statur. Mal steht er straff gestreckt, mal macht er einen Knicks.