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Hersteller: Rolf Benz
Entwurf: Norbert Beck 1998
In der zweiten Hälfte der 90er Jahre stellten Glasauszugstische noch technisches Neuland dar, für das vorgefertigte Bauteile kaum zur Verfügung standen. Schienen und Gleitteile mussten somit neu entwickelt werden. Vorhandene Schubladenauszüge waren dafür zu schwach, Kugellager wurden als zu aufwendig verworfen. Ziel war eine möglichst einfache Lösung: eine geteilte Glasplatte, die auseinander geschoben wird, sodass eine darunter liegende Holzplatte hochgeklappt werden kann. Tischspezialist Norbert Beck erreichte dies durch zwei lange Stahlprofile, die als Schienen fungieren. Auch die Abschlussdeckel bestehen aus Profilen. Die Querverbindung bilden Stahltraversen, die auf den einzeln stehenden Holzbeinen frei aufzuliegen scheinen (mit denen sie mittels freilich nicht sichtbarer Stahldübel verankert sind). Der Reiz des Entwurfs besteht in seiner Einsichtigkeit, und zwar im doppelten Sinne. Durch das Glas ist die Konstruktion tatsächlich einsehbar und durch deren logischen Aufbau wird dies zum Genuss. Im Gegensatz zu manchem aufwendigen, allzu komplizierten Auszugssystem, wurde hier ein logischer Aufbau realisiert, der auch vom Benutzer sofort ohne jede Anleitung verstanden wird. Das Prinzip ist idiotensicher. Hebel sind nicht nötig. Der Tisch ist mit drei Handgriffen zu verlängern und ebenso einfach wieder rückzuverwandeln. Diese oft kopierte Technik besitzt eine Klarheit, die, so gibt Beck unumwunden zu, auch für ihn selbst nur schwer zu wiederholen ist.


