Stehsitz Stitz, Entwurf Hans Roericht 1991, Hersteller Wilkhahn

stitz

Hersteller: Wilkhahn

Entwurf: Hans Roericht 1991

 

 

»Der gesunde Stuhl ist eine Fiktion«, erklärt Wilkhahn, immerhin eine Institution in Fragen der Sitzergonomie. Tatsächlich muss, wer den Büroalltag heil überstehen will, so oft wie möglich aufstehen, um sich vom Schreibtisch zu lösen. Damit man dabei weiterarbeiten kann, wurde Stitz erfunden – allerdings nicht von der Firma Wilkhahn, die den merkwürdigen Zwitter erst gar nicht haben wollte. Spätestens seit der »Trimm dich«-Welle der 70er Jahre hatte sich Hans »Nick« Roericht darüber Gedanken gemacht, wie Möbel aussehen könnten, die einen gesunden Wechsel von Sitzen, Stehen und Stützen fördern. Herausgekommen ist ein völlig neuer Möbeltypus: Sein Steh-Sitz-Hybrid, den er anfangs als Stitz 1 in eigener Regie realisierte (und der bis heute von Ingo Maurer im Hinterhof gefertigt wird), animiert zum Aufstehen und fordert zum spielerischen Haltungswechsel heraus. Bei dem späteren, produktionstechnisch optimierten, nun von Wilkhahn produzierten Stitz 2 lässt sich die Stützhöhe über einen Rundumgriff unter der Sitzfläche stufenlos regulieren. Der Sitzstab entlastet so den Körper bei verschiedensten Tätigkeiten, in Balance bleiben muss man aber selbst. Deshalb werden ganz nebenbei Bänder und Muskeln trainiert sowie der Kreislauf angeregt.

 

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