tattomi
Hersteller: Mobilia
Entwurf: Jan Armgardt, Ingo Maurer 1985
Weil die Rückenlehne vierfach und das Sitzteil dreifach verstellbar ist, kann Tattomi entweder Sessel, Liege oder auch Gästebett sein. Dieses frühe und unendlich oft kopierte Funktionsmöbel, das heute wieder produziert wird, erlaubt ein Dutzend verschiedene Sitz- und Liegepositionen. Jan Armgardt hatte sich Anfang der 80er Jahre intensiv damit beschäftigt, was sich alles an Möbeln drehen und klappen lässt. Im Gespräch mit dem Unternehmer Werner Dechand von Mobilia Collection entstand schließlich die Idee, einen Sessel zu entwickeln, der sich zu einer Liege ausklappen lässt. Oder genau umgekehrt: eine Matratze, die sich in einen Sessel verwandelt. Das Ziel war ein praktisches Möbelstück für unkonventionelle Leute in kleinen Wohnungen. Schon der Prototyp, der 1985 auf der Kölner Möbelmesse vorgestellt wurde, löste, nicht zuletzt wegen seiner aufsehenerregenden Schlichtheit, große Begeisterung aus, u. a. auch bei dem Leuchtendesigner Ingo Maurer, der spontan den Kontakt zum Mailänder Hersteller DePadova vermittelte und den Namen Tattomi beisteuerte. Jetzt geriet Dechand noch einmal ins Grübeln und erfand den »Relaxknick«. Das bedeutet, dass das zweite Gelenk sich mehrmals einrasten lässt und so, auch bei stark geneigter Rückenlehne, verschiedene entspannte Beinhaltungen für ideale Lese- und Fernsehpositionen zulässt.


