Schrankreihe Menos, Entwurf Peter Maly 1996, Hersteller Behr

menos

Hersteller: Behr

Entwurf: Peter Maly 1996

 

 

Die kontinuierliche Betreuung und Pflege seiner Produkte sind ihm wichtig. Deshalb hat Peter Maly die Aufgabe, das Schranksystem Menos nach gut einem Jahrzehnt zu erweitern und zu verfeinern, besonders gereizt. Ausgangspunkt des Systems, das sich dazu bekennt ein »Kastenmöbel« zu sein, war eine quadratische Schubkastenkommode. Die Frontaufteilung in 16 gleiche Quadrate betonte das Serielle und Systematische. Details wie die auf Gehrung gearbeiteten und dabei mit feinen Rundungen versehenen Kanten und Eckverbindungen unterstrichen den feinen Gesamteindruck und erinnern an das edle Finish im zeitgenössischen Automobildesign. Die kleinen, ebenfalls rechteckigen Aluminiumgriffe stechen aus den farbigen Oberflächen hervor und sind als grafische Punkte zu unterschiedlichen Mustern geordnet. Dieses Schrankprogramm steht in einer Reihe mit Anbaumöbeln wie der »wachsenden Wohnung« der 20er Jahre und Schrankwänden wie M 125 (Hans Gugelot, 1950) oder BMZ (Behr, 1955). In ihm wirkt der rationalistische Imperativ des Bauhaus, also letztlich die Tradition der Aufklärung. Der so gespannte geistesgeschichtliche Bogen verdichtet sich im Symbol des Quadrats. Wobei zu betonen ist, dass es sich bei Menos um eines der umfangreichsten und variabelsten Einrichtungsprogramme handelt, das verschiedenste Elemente umfasst, von der Kommode bis zum Couchtisch.

 

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