zettel`z
Hersteller: Ingo Maurer
Entwurf: Ingo Maurer 1997
Im vordigitalen Zeitalter war der Notizzettel das Merkmedium schlechthin. Berühmt geworden ist der Zettelkasten des deutschen Schriftstellers Arno Schmidt, von dem auch der Roman Zettels Traum stammt. Maurers einmalige Lampe ist also auch eine Reminiszenz an Vergangenheit und Sprachkultur sowie gleichzeitig sein direktester Versuch, gestalterische Poesie mit literarischer zu verbinden. Man kann sie als Hybrid von Pinwand und Pendelleuchte betrachten oder als einen avantgardistischen Kronleuchter, der zur Förderung der Verständigung und des Denkens taugt. Mitgeliefert werden 31 bedruckte Blätter sowie 49 Blätter unbedrucktes Japan-Papier im DIN A5-Format, die auf eigene Ideen warten. Natürlich bestehen, weder was die Art der Zettel angeht noch hinsichtlich der darauf ausgedrückten Gedanken, irgendwelche Beschränkungen. Das Selbstgestalten und der verändernde Eingriff in den Entwurf gehören ja gerade zum freiheitlichen Konzept. Hier wird also nicht nur Kommunikation im Wohnraum stimuliert, sondern es findet auch eine Interaktion mit dem Designer statt. Der Korpus besteht aus Edelstahl und einem hitzebeständigem Glas als Diffusor. Was das Licht angeht, bietet die für große Räume und große Tische geeignete Leuchte sowohl eine Grundbeleuchtung als auch nach unten ausgerichtete Strahler. Die in der Selbstmontage ein wenig diffizile Zettelwirtschaft gehört unter den Designerleuchten mit zu den Bestsellern.


