Thermoskanne Achat, Entwurf Tassilo von Grolmann 1989, Hersteller Alfi

achat

Hersteller: Alfi

Entwurf: Tassilo von Grolmann 1989

 

 

Die herkömmliche Thermoskanne war entweder eine Röhre oder lehnte sich an das Vorbild des Porzellangeschirrs an, wie etwa auch der Alfi-Bestseller Juwel. Der Designer Tassilo von Grolmann, ein Spezialist in Sachen Tischkultur, die er bereits ein paar Jahre zuvor mit seiner modularen Teekanne (für Mono) höchst modern interpretiert hatte, löste sich von den formalen Konventionen des Metiers. Der Formerfinder verlieh dem Ein-Liter-Isoliergefäß eine neue und prägnante Silhouette. Sein Modell Achat ist ein Kegel mit relativ steilem Winkel, wobei die Versionen, bei denen Rillen als parallele Ringe in Fingernagelabstand um den Kannenkörper laufen, die auffälligsten sind. Sie gaben dem Produkt auch den Namen: Achat ist ein Schmuckstein mit streifiger Zeichnung. Dass er wegen seiner Härte und Widerstandsfähigkeit gegen Chemikalien bekannt ist, dürfte ebenfalls eine Rolle gespielt haben. Während der Griff, der parallel zum Kannenkörper steht, als Rundstab eine ähnlich einfache Geometrie wie die Kanne selbst aufweist, zeichnen sich Einhand-Scharnierdeckel und Tülle im Gegensatz dazu durch schwungvolle Linien aus, ein durchaus reizvoller Kontrast. Ob glatt oder geriffelt, es gibt das Modell, das insgesamt in zehn verschiedenen Ausführungen produziert wird, in Aluminium, Chrom und Kupfer, letzteres auch mit Korbgeflecht als Außenverkleidung. Grolmann, der für Alfi ein halbes Dutzend Thermoskannenmodelle entwarf, gelang ein Blickfang, der repräsentativ ist und deshalb auch als attraktives Geschenk funktioniert, das für den guten Geschmack des Schenkenden und des Beschenkten garantiert. Achat ist auch ein auf dem gedeckten Kaffeetisch gern gesehener Gast.