milanolight
Hersteller: Brunner
Entwurf: Wolfgang C.R. Mezger 2004
Von der Seite betrachtet beschreibt das Schichtholz einen dünnen, sauber geführten Strich und betont so die Besonderheit des Entwurfs. Für alle, die eine geschlossene Form schätzen, kam dieser Stuhl einer Offenbarung gleich. Abgeleitet vom Vorgängermodell Milano, übernahm Milanolight dessen ästhetische Ruhe und steigerte sie noch durch die Verbindung von Sitzfläche und Rückenlehne. Der Clou: der L-förmige Übergang, der fast wie ein Knick wirkt und dessen kleiner Radius so in Schichtholz vorher nie verwirklicht wurde. Die scharfe 90-Grad-Biegung der neun Millimeter dünnen Schale wurde in Zusammenarbeit mit dem Spezialunternehmen Becker in monatelangen Versuchen und unter Einsatz von Prototypwerkzeugen verwirklicht. Nur durch die Reduzierung der Furnierdicke war der Minimalradius schließlich erreichbar. Eine Idee von Wolfgang C. R. Mezger, der seinen »Architektenstuhl« noch klarer, noch logischer gestalten wollte. Dazu trägt auch das eng anliegende Gestell bei, das nicht gebogen wurde, sondern auf Gehrung zusammengeschweißt wird. Eine Hommage an den rechten Winkel.


