couch
Hersteller: elmarflötotto
Entwurf: Stefan Diez 2005
Eine „Couch“ ist lässig und bequem und muss nicht unbedingt repräsentieren. Im Produktnamen steckt bereits das Ziel: ein gemütliches und robustes Polstermöbel für den alltäglichen Gebrauch. Der Münchner Stefan Diez fand dafür eine neuartige Konstruktion. Durch eine eingehängte textile Innenstruktur aus Canvas und einer Schaumflocken-Füllung mit Ergofill-Kügelchen wird nicht nur eine gute Stabilität, sondern auch eine auffällige Form erreicht. Der aus Quadern zusammengesetzte Körper (auch der von gleich hohen Arm- und Seitenlehnen umschlossene Sitzraum bildet einen Quader) erinnert in seiner Einfachheit an Entwürfe der 20er Jahre wie den Bauhaus-Kubus von Peter Keler (heute Tecta). Aus der einfachen Geometrie leitete Diez das Gesetz der Serie ab. Durch geringfügige Variationen entstanden Sessel, Hocker und Bank. Es gibt sie in neutralen Farben wie Grau oder Weiß, aber auch in schrillem Gelb, Hellblau oder Hellgrün. Die abwaschbare Außenhülle ist sehr strapazierfähig (wenn auch nicht für Regenfälle geeignet). Das fußlose Möbel wird in China gefertigt, aber aus Kostengründen erst nach der Überfahrt gefüllt. Der Innensack ist durch Schnüre in verschiedene Kammern unterteilt, in die die Füllung mit einer Art Staubsauger hineingeblasen wird. Der Außensack wird anschließend darüber gestülpt. Die Abschlüsse der im Innern zusammengefügten Kordeln werden an der Außenseite als Punkte sichtbar. Diese „gesteppte“ Struktur lässt die Oberflächen lebendig erscheinen und erinnert an Clubsessel alter Schule.


