socialbox
Hersteller: Sanktjohanser
Entwurf: Sanktjohanser 2006
Er liefert reihenweise Beispiele für den neuen deutschen Wohnminimalismus. Nun ist aus einem Sanktjohanser-Entwurf, der ursprünglich für eine New Yorker Kunstmesse geplant war, ein in seiner Art bislang einmaliges Mehrzweckmöbel entstanden: Socialbox, ein Mittelding zwischen Sitzbank, Schrank und Regal. Wenn der Ausdruck „Kastenmöbel“ irgendwo greift, dann hier, wo der rechte Winkel ein Monopol hat. Die Konstruktion besteht aus vier fest verbundenen Elementen aus MDF-Platten. Drei sind aus je drei, einer aus zwei Würfeln zusammengesetzt. Senkrecht aufgestellt ergeben sie einen etwa schulterhohen Rundum-Regalturm, der von allen Seiten offen ist. Zwei der Elemente können zur Seite gekippt werden, sodass daraus eine Bank beziehungsweise eine Eckbank entsteht (die natürlich auch als Stauraum genutzt werden kann). Die Beweglichkeit von Socialbox ist durch die Anordnung der Scharniere festgelegt. Es ist kein erweiterbares System, sondern ein verwandelbares und deshalb sehr vielfältig verwendbares Einzelmöbel. Es dient als Sitzecke, Stehpult, Sekretär und wohl noch als manches mehr. Die Kombination aus MDF und Aluminium macht es sehr robust, wobei es zugleich zurückhaltend schlicht und edel wirkt.


