mimo
Hersteller: Loewe
Entwurf: Phoenix Design 2003
Kennzeichnend für die Mimo-Familie der Flachfernseher, die es in vier Bildschirmgrößen gibt, sind die Rundungen und das neutrale Weiß. Beide Merkmale unterscheiden sie vom Gros der zumeist schwarzen und kantigen Konkurrenzgeräte und lassen sie weniger hart und technisch, dafür aber leicht und unaufdringlich erscheinen. Es sind keine „Apparate“, die den Raum beherrschen, dafür bieten sie eine ungewöhnliche Flexibilität bei der Aufstellung. Es gibt sie in einer dreifüßigen Tischversion, als Wandaufhängung, mit freistehendem und verrückbarem Stativ sowie mit einem kleinen Schrankwürfel in passender Formensprache, in dem ein DVD-Player Platz findet. Aber auch ein iPod würde darin eine gute Figur machen. Aufgrund des geringen Gewichtes lassen sich die Geräte tatsächlich leicht herumtragen. Eine Version hat eine Griffmulde an der Rückseite. Wer die Abwechslung liebt, kann die Farbe durch auswechselbare bunte Blenden wie bei einem Mobiltelefon verändern. So verwandelt sich der allerheiligste Flimmerkasten in ein spielerisches Wohnelement. Mimo, dafür konzipiert allein und frei im Raum zu stehen, verhält sich feindlich zu jeder Art von aufwendiger und oft unnötig schwerer Medienmöbelkonstuktion. Dass die Geräteserie in ihrer fundamental schlichten Form nahtlos an Vorbilder wie Herbert Hirches HF 1 (für Braun) anschließt, ist kaum zu übersehen. Die Parallelen reichen bis zum singulären, zentralen Bedienungsknopf und dem Lochfeld der integrierten Lautsprecher, das heutzutage allerdings noch unauffälliger sein dürfte.


