Programmierbarer Leuchtkubus: Schrank EO, Entwurf Wulf Schneider 2001, Hersteller Interlübke
Schrank EO, Entwurf Wulf Schneider 2001, Hersteller Interlübke

2001 Innovation Lichtmöbel

 

Der Schrankspezialist interlübke der Anfang der 60er Jahre mit dem Programm SL Endlosprinzip in die Wohnung eingeführt hatte, wartete zu Anfang des neuen Jahrhundert mit einer gänzlich neuen Möbeltypus auf: dem Lichtkubus. Den Entwurf dieser von innen beleuchteten Schrankvariante lieferte Wulf Schneider. Unter dem Kürzel EO entwickelte er das auf einem quadratischen Raster basierende, mit Glastüren ausgestattete System, das seine Farbe ändern kann. Ein Hybrid, der zugleich Schrank und Leuchte ist.

 

Die These lautet: Eshandelt sich um das erste Möbel, das sich nicht nur auf jeweilige Stimmungen einstellen, sondern diese sogar "aktiv" beeinflussen kann. Das Psychedelische der 60er Jahre war mittels moderner LED- und Digitaltechnik im Wohnzimmer angekommen. Grundidee des Entwurfs ist die additive Farbmischung. Im Inneren befinden sich rote, grüne und blaue Lämpchen, die mittels Fernbedienung angesteuert werden. Nahezu jede erdenkliche Farbe ist möglich, indem die Anteile der Grundfarben verändert werden. Fünf Lieblingsfarben lassen sich speichern. Ob Türcontainer oder Schubkästen, ob an der Wand hängend oder auf Füßen stehend, der therapeutische Leuchtschrank ist sehr anpassungsfähig und kann ebenso als Raumteiler dienen – auch ohne Leuchtdioden.