müller möbelwerkstätten
Möbelhersteller, Bockhorn / Niedersachsen
Jan Armgardt, Siegfried Bensinger, Rolf Heide. Dass gleich drei große Namen des deutschen Möbeldesigns seit Jahrzehnten mit dem norddeutschen Unternehmen verbunden sind, sagt bereits einiges über die Langfristigkeit der dahinter stehenden Strategie. Der Tischlereibetrieb, der seit den 30er Jahren Möbel fabrizierte, ging erst in den 60er Jahren zur Serienfertigung über. Heute vertreibt das nahe Bremen gelegene Unternehmen, das in der Verbindung von Innenausbau und Serie eine seiner Stärken hat, etwa 600 Produkte. Bereits seit den 70er Jahren arbeitet man mit externen Designern. Zu den frühen Entwürfen gehören die Sofa-Bett-Kombination Penelope und ein raffinierter Tischbock (beide von Jan Armgardt). Seit Mitte der 80er Jahre die Möbelkollektion der neu gegründeten Schwesterfirma Emform übertragen wurde, reihte man sich an der Unterweser endgültig in die übersichtliche Zahl der Designbewussten ein – dabei ausdrücklich von einem „deutschen Verständnis für Gestaltung und Qualität“ ausgehend. Dass zum eigenen Designverständnis klare Formen und der Verzicht auf jede modische Kurzlebigkeit gehören, versteht sich. Dabei hat der Einsatz moderner, unaufdringlicher Materialien, wie etwa Aluminium und Schichtholz, natürlich auch internationalen Charakter, ebenso wie das Konzept vom mobilen Wohnen, für das etwa eine zerlegbare und damit leicht transportable Kinderwiege (von Hannes Weber und Nikolaus Hartl) durchaus von Nutzen sein kann.


