Möller Design
Möbelhersteller, Lemgo / Nordrhein-Westfalen
Friedrich-Wilhelm Möller, ein gelernter Tischler und Innenarchitekt, kam über Umwege zum Möbeldesign. Die führten ihn seit den frühen 60er Jahre als freiberuflichen Vertreter der Firmen COR und Interlübke direkt an die Basis der Branche. Die dort reichlich gesammelten Erfahrungen dürften auch zur Entstehung des von ihm entworfenen Polsterprogramms Conseta (für COR) beigetragen haben. Das innovative Modulsystem war damals wegweisend und ist heute nach über vier Jahrzehnten immer noch ein Bestseller. Ende der 80er Jahre, der andauernde Erfolg hatte nicht verhindert, dass sich COR von seinem langjährigen Mitarbeiter trennte, gründete Möller sein eigenes, natürlich designorientiertes Möbelunternehmen, das er in nur wenigen Jahren in die Erfolgsspur brachte. Dazu beigetragen haben seine Leitlinien, die allesamt aus dem Lehrbuch der „guten Form“ stammen und sich an Werten orientieren, die im deutschen Design seit hundert Jahren ganz oben stehen. Dazu gehören lange Haltbarkeit, möglichst geringe ästhetische Abnutzung und nicht zuletzt die Orientierung am Menschen. An seinen Maßen und Bedürfnissen müssen sich die Möbel messen lassen. In einer solchen Konzeption hat auch ein Begriff wie Geborgenheit seinen Platz. Der Katalog umfasst sowohl Polstermöbel wie auch Schranksysteme, Tische und Betten. Zu den herausragenden Entwürfen gehören das ebenso komfortable wie einfache Bett Yomo, eines der ersten Entwürfe der neuen Firma, der Glasschwenktisch Gironda von 1986 sowie der einem klassischen Bauernschrank nachempfundene Schrank Para von 1993. Designpreise, wie etwa für das Bett Mia im Jahr 2000, sind für die Ostwestfalen eine Bestätigung ihrer Strategie. Seit dem Tod des Firmengründers im Jahre 1996 wird die Firma von seinem Sohn geführt. Eine Besonderheit des Familienunternehmens ist zudem, dass sämtliche Möbel im Hause von einem momentan zehnköpfigen Kreativteam stammen. Hergestellt werden sie nicht im Teutoburger Wald, sondern in Schwaben.


