interlübke
Möbelhersteller, Rheda-Wiedenbrück / Nordrhein-Westfalen
Dass ein bodenständiger Möbelfabrikant eine der wenigen großen deutschen Möbelmarken hervorbrachte, die hierzulande fast jeder Zweite kennt, ist die eine Sache. Dass man sich den Erfolg mit ambitionierter Formgebung sicherte, die andere. An beidem hatte der Zufall einen gewissen Anteil.
Ein Schrank mit endlosen Möglichkeiten
Das Unternehmen der Gebrüder Lübke aus dem westfälischen Wiedenbrück, das sich auf polierte Schlafzimmer spezialisiert hatte, war Anfang der 60er Jahre in seine erste Krise geraten, aus der eine einzige Idee wieder herausführte: der Endlosschrank interlübke, heute SL. Der Züricher Möbelmacher Walter Müller mit seinem Büro Team Form hatte eine denkbar einfache Schrankwand entwickelt und dieses Konzept per Postbrief verschiedenen Herstellen angeboten. Leo Lübke senior, Firmengründer und offen für neue Ideen, griff zu. Der Unternehmer hatte das konzeptionelle und ökonomische Potenzial des Minimalen verstanden. SL, ein System, das seitdem immer weiter entwickelt wurde, kann aus sehr wenigen Teilen gebaut werden. Das frappierend einfache Prinzip wurde zum Grundstein für den Höhenflug der 1966 in interlübke umgetauften Firma, die sich als Spezialist für "Kastenmöbel" profilierte.



