geflecht
Hersteller: HEY-SIGN, Entwurf: Bernadette Ehmanns, 2000
Als Kulturtechnik hat das Geflecht eine Tradition, die in die frühe Menschheitsgeschichte zurückreicht, aber die Verwendung von Industriefilz für einen Teppich ist ein Novum und bringt, wie das auch bei weniger spektakulären Innovationen der Fall ist, stets neue Aspekte hervor. Grafisch setzt sich die Gesamtfläche, die es in verschiedenen Größen bis hin zu einem Quadrat von dreieinhalb Meter gibt, aus kleineren Quadraten zusammen. Da mittlerweile nahezu 40 Farben geliefert werden können, bieten sich vielerlei Möglichkeiten der Raumakzentuierung. Durch das Verflechten der einzelnen, in diesem Falle fünf Zentimeter breiten Filzstreifen erhält der Teppich seine besondere dreidimensionale Struktur, die zwar exakt, aber nicht völlig gleichförmig ist. Dies ist dadurch bedingt, dass der Filz in Handarbeit geflochten wird. Durchgängig entstehen dabei leichte Wölbungen und Ränder, die ein Schattenmuster bilden und auch die taktilen Eigenschaften bestimmen. So ist das Gehen auf dem Geflecht, insbesondere ohne Schuhe, sehr angenehm und durch das Zusammenwirken von Textur und Nachgiebigkeit schon beinah eine Massage. Nicht umsonst wird die sinnliche Filzunterlage, die aus reiner Wolle besteht, häufig als Yogamatte verwendet.


