Dornbracht
Hersteller von Badearmaturen und -möbeln, Iserlohn / NRW
Als das Unternehmen in den 90er Jahren begann, Auftritte zu arrangieren, bei denen angesagte Kreative wie etwa der Italiener Fabrizio Plessi oder die Französin Matali Crasset faszinierende und manchmal auch irritierende Visionen umsetzten, schuf sich der Badausstatter aus dem Sauerland nach und nach mit künstlerischen Mitteln ein Avantgarde-Image. Diese Aktivitäten, die dem „Spirit of Water“ nachspüren sollen, werteten zugleich das Badezimmer zu einem Raum auf, in dem nicht etwa Banales, sondern Tiefgründig-Menschliches stattfindet. Nicht Hygiene sondern Vokabeln wie Kontemplation und Ritual standen nun im Vordergrund. Als Aloys F. Dornbracht Anfang der 50er Jahre mit der Fertigung von Standardarmaturen begann, deutete noch nichts auf solch ein außergewöhnliches Firmenprofil hin. Allerdings strebte die junge Firma schon bald auf den internationalen Markt und entwickelte sich zu einem jener Musterknaben des Wirtschaftswunders, dessen Umsatzsteigerungen (1970 umgerechnet 5 Mio., 2004 etwa 126 Mio. Euro) sich unmittelbar an der Ausweitung der Produktionshallen ablesen ließen. Das Pendant zu den ambitionierten Kunstevents ist die Gestaltungsqualität. Mitte der 80er Jahre entdeckte Dornbracht das Design. Der Wendepunkt war der Einhandmischer Domani – zu deutsch „morgen“ – von Dieter Sieger, einer der am meisten ausgezeichneten Armaturen der Welt. Internationale Größen der Branche wie Massimo Iosa Ghini, Jean Marie Massaud und Micheal Graves trugen mittlerweile das Ihre zum hochklassigen Sortiment bei. Als besonders fruchtbar erwies sich wiederum die Kooperation mit dem Studio Sieger-Design. Domani folgten weitere Aufsehen erregende Serien, darunter Meta, Tara und Mem. Zum neuen Bad „Designed in Germany“ gehören auch zeitgemäße Möbel, wie der Wandschrank-Balken Space Bar von Christophe Pillet und die transparente Acryl-Liege Wave von Massaud. Die Schrank- und Ablagenserie Meta Plasma von Sieger-Design fällt durch starke Farben, transparenten Kunststoff und Lichteffekte auf, weitere noch lange nicht ausgereizte Elemente der modernen Waschinszenierung.


