Bofinger
Möbelhersteller, Stuttgart / Baden-Württemberg
Innovation als Konzept
Der Neuerer Bofinger kooperierte mit freien Gestaltern wie Gugelot, dem Architekten Helmut Bätzner, dem Schweizer Künstler Andreas Christen und dem amerikanischen Unternehmerpaar Estelle und Erwine Laverne. Zum höchst innovativen Sortiment gehörten neben einem zerlegbaren Tropensessel und der ersten stapelbaren Bettcouch aus Polyesterharz
auch der erste Kunststoffstuhl aus einem Guss, der berühmte Kunststoffsitz mit dem spröden Namen BA 1171, eine Weltneuheit, die als Bofingerstuhl berühmt wurde. Er war zugleich eine technische Meisterleistung und ein Pop-Objekt Als der Innovationseuphorie im Krisenjahrzehnt der Siebziger erlahmte, geriet die Firma in Schwierigkeiten. Der Firmenchef, zu keinem konzeptionellen Kompromiss bereit, musste schließlich sein Lebenswerk an den Konkurrenten König + Neurath verkaufen, der die Marke Bofinger noch drei Jahrzehnte weiterführte.


