Werner Burri
Maler und Keramiker, geb. 1898, gest. 1972
Der Schweizer stammt, wie etwa auch Marcel Breuer, Alma Buscher u.a., aus der kunstverliebten Generation der um 1900 Geborenen. Sein sechsjähriges Bauhaus-Studium prägt sein Leben und macht ihn zu einem einflussreichen
Künstler in seinem Heimatland. Er beginnt 1919 ein Ingenieurstudium an der TH Zürich, bricht dieses aber ab, wendet sich der Kunst zu und geht bei dem figurativen Maler Ernst Morgenthaler in die Lehre. 1921 beginnt er ein Studium am Bauhaus in Weimar. Nach dem Vorkurs bei Johannes Itten 1922 erhält er einen Lehrvertrag in der Keramischen Werkstatt in Dornburg, wo er unter Formmeister Gerhard Marcks und Werkmeister Max Krehan arbeitet und 1924 die Gesellenprüfung macht. 1925, nach dem Umzug des Bauhauses, wird er Mitarbeiter von Otto Lindig in der Nachfolgeinstitution, der Staatlichen Bauhochschule Weimar. Burri übernimmt 1928 von Theodor Bogler die Leitung der Modell- und Formwerkstatt der Steingutfabrik Velten-Vordamm bei Berlin (bis 1931) und arbeitet nach deren Schließung mit der keramischen Werkstatt Noverraz in Genf (bis 1939) und seit 1934 mit den Werkstätten von Hedwig Bollhagen zusammen (bis 1939). Nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs geht er zurück in die Schweiz. Hier lehrt er an der Keramischen Fachschule Bern und wird in seinem Fach zur Koryphäe.
Quelle: Bernd Polster und Volker Fischer, Bauhaus Design. Die Produkte der neuen Sachlichkeit, Köln 2009

