Johannes Leßmann

Töpfer, geb. 1903, gest. 1944

 

Er gehört wie Grete Reichardt Franz-Rudolf Wildenhain und weitere einer Generation an, für die Kunstavantgarde und Neue Sachlichkeit bereits Realität sind – und er ist einer der gar nicht wenigen, denen der Geist des Bauhaus vermittelt wird, ohne je dort zu studieren. 1924 macht er eine Gesellenprüfung als Töpfer in der Keramischen Fachschule Bunzlau und arbeitet danach in einer Töpferei in Goslar. 1927 kommt er in die ehemalige keramische Werkstatt des Bauhauses in Dornburg bei Weimar und lernt dort Otto Lindig kennen. Seit 1930 arbeitet er in der Keramischen Werkstatt Margaretenhöhe in Essen, deren Leitung er 1933 übernimmt. Er stirbt als Soldat im Zweiten Weltkrieg auf dem Balkan.

 

Quelle: Bernd Polster und Volker Fischer, Bauhaus Design. Die Produkte der neuen Sachlichkeit, Köln 2009