Kommode Side, Entwurf formstelle

Zeitraum

Möbelhersteller, München / Bayern

 

Was die nur siebenköpfige Kernmannschaft mit etwa acht externen Produzenten in wenigen Jahren auf die Beine gestellt hat, ist ein Beispiel für ein gut funktionierendes Verlagssystem. Nicht nur hierin bestehen gewisse Parallelen zu e15, sondern auch in der prinzipiellen Qualitätsorientierung sowie in der bevorzugten Verwendung natürlicher Materialien – sowohl bei Inneneinrichtungen wie im Katalog. Wobei das Zeitraum-Team für diese Verquickung von Holz und Moderne sowie die damit verbundene Imagewende das kreative Copyright reklamiert. Die jungen Münchner Unternehmer haben, wie etwa Perfoma auf anderem Gebiet, dadurch auch ein neues Materialbewusstsein geschaffen. Das Angebot umfasst Schränke, Regale, Stühle, Tische, Betten und Kleinmöbel. Im Mittelpunkt stehen Massivholz und der konsequente Umgang mit dessen Vielfältigkeit und Unregelmäßigkeit. Stilistische Vorbilder waren anfangs die simplen Möbel der Shaker, des Biedermeier, die anderer Kulturen und manchmal ein Stück vom Flohmarkt. Das Gros der Entwürfe stammt bis heute von den Firmengründern Peter Gaebelein, Birgit Gämmerler und Peter Joebsch. Längst prägen Designer, die mit wenigen Ausnahmen deutscher Herkunft sind, die nun breiter angelegte Formensprache. So hat z. B. der Beistelltisch Cube (von Formstelle) Laminateinsätze in „paprikarot“ und „eisblau“. Viele Zeitraum-Möbel sind universal einsetzbar, wie der Stuhl Sit (von Catharina Lorenz) oder das patentierte Regalsystem webweb (von Hertel Klarhoefer). Hinzugekommen zu den klassischen Möbel sind inzwischen noch die Serie Noon (von El Schmidt), zylindrische Leuchten, sowie die Polstermöbel Side Comfort (von Formstelle), weiche schlichte Kuben, die sich untereinander und in Verbindung mit den Kastenmöbeln ideal kombinieren lassen. Zum Firmenkonzept gehört ebenso eine professionelle Außendarstellung, weshalb man sich über ein reges Presseecho freuen kann.