Schreibtischprogramm

Bisterfeld + Weiss

Möbelhersteller, Eschborn / Hessen

 

Gleich das erste Produkt, der Stuhl S 90 (1987) von Arno Votteler, wurde ein durchschlagender Erfolg. Er war der „Gründungsstuhl“, der nicht nur die Marke etablierte, sondern zugleich eine langjährige Zusammenarbeit mit Votteler einleitete. Der S 90 ist bis heute im Programm, ebenso wie Arno, ein weiteres Kind des Schwaben Votteler. Arno verfügt über eine spezielle Schalenkonstruktion am Übergang von Sitz und Rückenlehne. An dieser Stelle sind weniger Furnierschichten als in den übrigen Bereichen der Sitzschale eingesetzt. Eine hohe Elastizität ist die Folge, die den Rücken des Sitzenden stützt. Bisterfeld + Weiss, entstanden Mitte der 80er Jahre aus dem Einrichtungshaus Stuhl + Tisch (einer Werksvertretung der Firma Kusch mit eigenem Dienstleistungsportfolio), trat an, Wohnlichkeit in den Objektbereich zu bringen und widmete sich früh dem aus bekannten demografischen Gründen immer wichtiger werdenden, aber noch heute wenig populären Thema „Wohnen im Alter“. Das Ziel, Massivholz und modernes Möbeldesign zu vereinen, gelang mit den Programmen Serie 80 und Serie 90 von Votteler und wurde konsequent weitergeführt bis hin zu den Modellen S 11 und S 12 (2003 von Urs Greutmann und Carmen Greutmann-Bolzern). Ein weiterer roter Faden in der Produktgeschichte der Firma B + W, die seit Ende der 90er Jahre zur niederländischen Kembo-Gruppe gehört, sind intelligente Mehrzwecktische wie zum Beispiel das Modell M (1991) von Reiner Moll. Er führte mit weiteren Entwürfen wie dem Klappwunder Adebar eine konzeptionellere Formensprache ein. 2003 kam das patentierte Tischsystem P 1 hinzu, eine Arbeit des Schweizers Greutmann, für die das erste Patent angemeldet wurde. Mit seinem klaren Stil und gleich einer ganzen Reihe von Produkten prägt er nun das Gesicht der Marke. Einer seiner neueren Entwürfe ist der Stuhl (S 20) (2005), ein schlanker, schlichter und geradliniger Objektstuhl aus Holz und Metall, der durch seine Unauffälligkeit auffällt, sowie durch eine auf den ersten Blick natürlich nicht sichtbare Gestaltungsqualität in den Details.