Anta
Leuchtenhersteller, Hamburg
Stolz ist man in der feinen, aber immer noch kleinen Hamburger Manufaktur auf die eigene Fertigungskompetenz bis hin zur Feinmechanik, denn dies unterstreicht den konzeptionellen und qualitativen Anspruch. Großen Wert legt man auf ausgesucht schöne Materialien und deren Oberflächen, die im Gesamtentwurf miteinander harmonieren. Bei Anta gibt es in der Regel kein Briefing. Neue Entwürfe kommen ohnehin fast täglich ins Haus: von den Designern, die seit Jahren für diese feine Leuchtenmarke arbeiten und von denen, die auch gern dabei wären. Für die richtige Mischung sorgt Firmengründerin Gert rud Kracht. Die gelernte Werbefachfrau begann in den 70er Jahren mit chinesischen Vasen, die sie in Kopenhagener Antiquitätenläden fand und mit Lampenschirm ausstattete. Es war ein weiter Weg von der kleinen Werkstatt, die bald für Christine Kröncke arbeitete, zu einem Hersteller, der in den besten Designhäusern vertreten ist. Kern der Produktstrategie ist das Autorendesign. Das aktuelle Sortiment besteht aus etwa 40 Produkten, die alle Leuchtentypen umfassen und von über 20 durchweg deutschen Designern entworfen wurden. Allein elf Entwürfe stammen von Rolf Heide. Dessen Stehleuchte Tuba hat einen minimalistischen Röhrenschirm als Charakteristikum. Ein Designer aus einer jüngeren Generation ist Carsten Gollnick, dessen Tischleuchte Minami Assoziationen an den japanischen Kulturkreis weckt. Der Wahl-Londoner Torsten Neeland lieferte mit dem Modell Cut (k S.507) einen aktuellen Bestseller, bei dem das extreme Verhältnis von kleinem Schirm und hohem Fuß für optische Spannung sorgt. Die höhenverstellbare Stehleuchte Lee von Jürgen Zeitler wirkt wie ein feiner, gebogener Strich im Raum. Seit ihren Anfängen hat Altmeister Peter Maly die Kollektion mitgeprägt. Zu seinen ersten Produkten gehörten die Leseleuchten My und Bibo. Es folgten die Pendelleuchte Beam, schließlich die dramatisch-feierliche Wandleuchte Ludwigsburg sowie Screen, die einzige Leuchtenfamilie im Katalog. »Es wird nichts auf den Markt zugeschnitten«, lautet das Credo von Gertrud Kracht. Sie habe einfach »immer an gutes Design geglaubt«, erklärt Maly ein Erfolgsrezept, das so umwerfend schlicht ist wie die meisten der Entwürfe.


