Christian Louboutin im Design Museum in London vom 1.5. bis 9.7.2012
Das besondere Kennzeichen seiner Damenschuhe - außer dem gewöhnlich extremen Niveauunterschied zwischen Ballen und Hacken und der dadurch bedingten Schräge - ist die rote Sohle. Die neuerdings, wie man erfährt, aber auch manchmal blau ist. Louboutins Kreationen seien der Inbegriff von "style, glamour und power", verrät die Pressestelle des Lononer Design Museum, die dem Schuhextremisten aus Paris eine Werkschau widmet.
Wie die Legenmanufaktur weiter berichtet, wurde Louboutins Interesse an hochhackigen Damenschuhen schon in frühester Jugend geweckt. Als er einmal mit ins Museum musste, soll ihn weniger die Ausstellung interessiert haben, dafür aber ein Verbotsschild, auf dem ein durchgestrichener Pfennigabsatz abgebildet war, damals die übliche Methode, weibliche Besucher davon abhalten, mit ihren Stöckelschuhen das Parkett zu ruinieren. Aber nun war der kleine Christian nicht mehr davon abzuhalten, das feminine Schuhwerk, das manche auch für ein Folterwerkzeug halten, unablässig zu zeichnen. Versuche, seine Entwürfe an Revuemädchen loszuwerden, waren kaum erfolgreich. Also nahm er erstmal bei ansässigen Modemachern wie Charles Jourdan, Maud Frizon und Yves Saint Laurent Nachhilfe. Danach machte er einen Laden in der Nähe des Louvre auf, wo er mit seinen guten Kunden Kaffee trank. Richtig los mit dem Absatzboom ging es aber erst, als das US-Luxuskaufhaus Neiman Marcus seine hohen Hacken ins Sortiment nahm.
Nun wird das Lebenswerk des Stilettospezialisten also im Design Museum gezeigt: neben dem Schuwerk selbst sind auch Entwürfe, Produktionsverfahren und Ladeneinrichtungen zu bewundern.





