Neue Abteilung Jungenstil bis zur Gegenwart im Grassi-Museum in Leipzig vom 4. März 2012
Der dritte und letzte Teil der neuen Dauerausstellung wird Anfang März eröffnet. Die Schau „Jugendstil bis Gegenwart“ vereint auf 1200 qm mehr als 1500 ausgesuchte Objekte, die die Ästhetik des Brauchbaren von der Jahrhundertwende bis zur Gegenwart in faszinierenden Beispielen veranschaulichen. Schwerpunkte bilden Werke aus der Zeit des Jugendstil, Art-déco, Funktionalismus und Bauhaus sowie ostdeutsches und zeitgenössisches Design.
Im Obergeschoss werden ausgewählte Sammlungsbestände vom Jugendstil bis zur Gegenwart präsentiert. Besonderes Gewicht haben Werke aus den Zwanziger- und Dreißiger-Jahren, die zu einem großen Teil auf den damals legendären Grassimessen (www.grassimesse.de) erworben wurden und die so mit ihrer Zeitzeugenschaft einen einmaligen Sammlungsbestand darstellen. Einen besonderen Akzent wird der Nachbau des Messestandes für die Vereinigten Lausitzer Glaswerke Weißwasser von Lilli Reich für die Grassimesse aus dem Jahr 1936 setzen.
Im Erdeschoss setzt sich der Rundgang mit Objekten aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart fort. Die Vielzahl der Objekte bedingt hier im Unterschied zu den anderen Rundgängen der Ständigen Ausstellung eine auf größere Flexibilität orientierte Präsentation.
Neben bekannten Häusern wie der Modernen Sammlung in München und Nürnberg, den "MAK"s in Frankfurt, Köln und Wien, dem Berliner Museum der Dinge sowie dem Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe, gibt es nun in Deutschland ein weiteres traditionelles Haus, das die Geschichte der Gestaltung moderner, industriller Alltäglichkeiten in einer umfassenden Übersicht präsentiert. Eine schöne Gelegenheit für Kunstlehrer, die ihren Schülern ein bisschen "Design" unterjubeln wollen, und Designstudenten, um ihr chronisch lückenhaftes Wissen über ihr eigenes Fach aufzumöbeln. Aber auch für Lieschen und Otto Normalbesucher ist dieses Panorama der Dinge eine Ergänzung zum Flohmarktbesuch - wo ja auch die Nostalgie Triumphe feiert.




